Support your Local Non-Citizen Struggle! Mobilisierungstour möglich machen!

Die Gruppe “Refugee Struggle for Freedom” (RSFF) klopft derzeit wieder an die Türen von Geflüchteten-Lagern um sich mit anderen Non-Citizens zu vernetzen, auszutauschen und politisch zu organisieren. Ziel der Mobilisierungstour in Bayern ist, mit Geflüchteten in Kontakt zu kommen um in einen kollektiven Widerstand gegen das rassistische Asylsystem zu treten!

Um diesen Widerstand möglich zu machen, wird gebraucht:

  • Menschen die Autos fahren können und Autos
  • Schlafplätze für Menschen (in München, Landshut, Regensburg, Würzburg, Nürnberg) die von außerhalb kommen
  • Möglichkeiten zu drucken und kopieren
  • Übersetzungen (englisch, französisch, farsi, arabisch, wolof usw.)
  • Geld! (Für Tickets, Benzin, Kopien) Hier der Spendenaufruf. Bitte verbreitet den, sammelt in euren Gruppen und bei Verwandten Geld, schmeißt Soli-Partys, schreibt Finanzanträge und und und.
  • Im Moment werden für große Non Citizen Treffen in München am Freitag 17. März 2017 und das Wochenende des 25. und 26.März 2017 mobilisiert.Kontaktiert uns (solidarity.with.refugees at riseup.net) oder RSFF (inforsff at gmail.com) wenn ihr mitorganisieren und unterstützen könnt.Widerstand dem rassistischen Asylsystem! Solidarität mit den Kämpfen von Geflüchteten!

Demonstration against deportations at the Bundesamt in Nürnberg // 09/02/2017

Last Thursday (09.02.17) around 70 refugee women, men and children protested in Nuremberg in front of the Federal Office of Migration and Refugees. They protested against their Dublin deportations and for the right to have their asylum procedures in Germany. Most of them come from Ethiopia and are to be deported to Italy. One of the organizers told us on the phone that they had to live there on the street and were without any medical care. “In Italy, we have no human rights! Some of us would rather die than be deported to Italy.” She saw the two-hour demonstration from Nuremberg’s Hallplatz to the Federal Office as a success. Despite the cold many refugees have joined. Many of the women came to seek counselling from the International Women’s Cafe Soon, however, it was clear that there would be no individual solutions for them since most churches no longer accept people for church asylum. So they decided to organize a protest, in cooperation with the International Women’s Cafe.
Now they will meet next week to make further plans.

For a conditionless right to stay! Down with the inhumane Dublin system! Down with fortress Europe!

Demo gegen Abschiebungen vor dem Bundesamt in Nürnberg // 09/02/2017

Am vergangenen Donnerstag (09.02.17) protestierten ca.70 geflüchtete Frauen, Männer und Kinder in Nürnberg vor dem Bundesamt. Sie protestierten gegen ihre Dublin- Abschiebungen und dafür, ihre Asylverfahren in Deutschland durchführen zu können. Die meisten von ihnen kommen aus Äthiopien und sollen nach Italien abgeschoben werden. Eine der Organisatorinnem erklärte uns am Telefon, dass sie dort auf der Straße leben mussten und ohne jegliche medizinische Versorgung waren. “In Italien haben wir keine Menschenrechte! Einige von uns würden lieber sterben, als nach Italien abgeschoben zu werden.” Die zweistündige Demonstration vom Nürnberger Hallplatz zum Bundesamt bewertete sie als Erfolg. Trotz der Kälte haben sich viele Geflüchtete angeschlossen. Viele der Frauen kamen in die Beratung des Internationalen Frauencafes. Bald war jedoch klar, dass es keine individuellen Lösungen für sie geben wird, da die meisten Kirchen keine Menschen mehr ins Kirchenasyl aufnehmen. So entschieden sie sich, in Kooperation mit dem Internationalen Frauencafe, einen Protest zu organisieren.
Nun werden sie sich in der kommenden Woche treffen, um weitere Pläne zu schmieden.

Für ein bedingungsloses Bleiberecht! Nieder mit dem menschenverachtenden Dublin-System! Nieder mit der Festung Europa!

“Everyone should know what is going on” – Hungerstrike in Düren

Since one week, the Non-Citizen writer Farid B. is on hunger strike in Düren. He is protesting against the inhumane conditions in his camp and the discriminatory treatment by the operating organization Malteser. He was recently moved to a room that only measures ten square meters – two residents are supposed to live in it. That is far below the narrowly measured minimum standard. The refugees also receive out-of-date food. For three months the author has tried unsuccessfully to negotiate with the administration about these nuisances.

Farid B. decided on 13 January to stop eating as a protest, although he has health problems. Since he has no power to speak, he communicates to the outside through a friend. He told us on the phone that Farid B. wants to draw attention to these inhuman conditions with his protest: “Everyone has to know what is going on.” He also demands that the chief of the Malteser administration resigns.

So far, the organisation has not shown any reaction to the hunger strike. The officials from the North Rhine-Westphalian state government and the city hall of Düren ignore the protest. Only the caretaker of the camp has responded: He has threatened Farid B. and denounced him as a ‘traitor’.

We wish Farid B. a lot of strength for his legitimate and important protest and send solidarity greetings!

„Alle sollen davon erfahren, wie es hier läuft“- Hungerstreik in Düren

Seit einer Woche ist der geflüchtete Schriftsteller Farid B. in Düren im Hungerstreik. Er protestiert gegen die menschenunwürdigen Zustände in seinem Lager, und die diskriminierende Behandlung durch die Malteser Betreiber. Kürzlich wurde er in ein Zimmer verlegt, das nur zehn Quadratmeter groß ist – zwei Bewohner sollen darin leben. Nicht einmal der knapp bemessene Mindeststandart ist damit eingehalten. Die Geflüchteten bekommen zudem abgelaufene Lebensmittel zu Essen. Drei Monate lang hat der Autor erfolglos versucht, mit der Verwaltung über die Missstände zu verhandeln.

Nun hat sich Farid B. am 13. Januar 2017 entschieden, aus Protest keine Nahrung mehr aufzunehmen,  obwohl er gesundheitliche Probleme hat. Da ihm selbst keine Kraft zum Sprechen bleibt, kommuniziert er nach Außen über einen Freund. Dieser erklärte uns am Telefon, dass Farid B. mit seinem Protest auf diese unmenschlichen Zustände aufmerksam machen will: „Alle sollen davon erfahren, wie es hier läuft.“ Außerdem fordert er, dass die Leitung der Malteser-Betreiber zurücktritt.

Diese haben bislang keine Reaktion auf den Hungerstreik gezeigt. Auch die Verantwortlichen aus der nordrhein-westfälischen Landesregierung und dem Dürener Rathaus ignorieren den Protest. Nur der Hausmeister des Lagers hat reagiert: Er hat Farid B. bedroht und als ‚Verräter‘ denunziert.

Wir wünschen Farid B. weiterhin viel Kraft für seinen legitimen und wichtigen Protest und schicken solidarische Grüße!

Sat / 21.01.2017 / 1 p.m. / Rally against deportations to Afghanistan

Deporting people to a country that suffers from war, a country which
travel warnings were announced for and not even German soldiers are
capable of protecting their bases? unthinkable? For us it is, but
the German government and especially the Bavarian government is of
different opinion. On 14. of December 2016 34 people from Afghanistan
were deported from Frankfurt airport to Kabul. Among them, 8 people came
from Bavaria. The responsible politicians justify this practice of
deportation to a war country by territorial means of escape. But the
situation in Afghanistan is actually catastrophic: Only in November 2016
there were 5 big attacks with over 50 dead people and numberless
casualties. Moreover in Afghanistan there are already more than a
million refugees within the country who are insufficiently or even not
provided or protected at all.
We have to fight against this practice of deportation! We don’t want any
deportations, not to Afghanistan or elsewhere! We show solidarity to all
people who stand up for a right of residence and against deportation!
Stop deportation – NOW!

Therefore Jugendliche ohne Grenzen and Karawane München call up for a
demonstration in Munich to show a signal of solidarity against
deportation to Afghanistan and to show the Bavarian government that we
absolutely refuse their politics of deportation.

Saturday / 21.01.2017 / 1 p.m. / Stachus, Munich

Link to the event.

دیپورت به افغانستان

دولت آلمان اخراج اجباری مهاجران افغان به افغانستان را شدت بخشیده است. در روز شنبه تاریخ ۱۴ جنیوری از فرودگاه فرانکفورت ۳۴ نفر به افغانستان دیپورت شدند.

هم اکنون شما و تمامی مهاجران افغان دیگر به یک تظاهرات کاملا قانونی و بدون خشونت دعوت شده اید تا مخالفت خود را با این تصمیم نادرست اعلام نماید.

امید است که ما را در روز برفی در تظاهرات همیار باشد تا دیپورتی ها را به افغانستان متوقف بتوانیم.

با احترام حمایت کنندگاتان و مدد کاران اجتماعی

قرار ما:

 مکان: اشتاخوس , مونشن
راس ساعت: ۱۳:۰۰
تاریخ: روز شنبه .۲۱.۰۱

Where? Munich, Stachus
When? Saturday, 21.01.
Time: 1:00 p.m.

Samstag / 21.01.17 / 13 h / Demo gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Abschiebungen in ein Land, das von Krieg gebeutelt ist, für das Reisewarnungen gelten und in dem noch nicht einmal deutsche Soldaten ihre Stützpunkte ausreichend schützen können? Undenkbar?- Für uns ja, aber die Bundesregierung und besonders auch die bayerische Staatsregierung sieht das anders! Am 14. Dezember 2016 wurden 34 Menschen aus Afghanistan vom Frankfurter Flughafen nach Kabul abgeschoben. Darunter waren acht Menschen aus Bayern. Die politisch verantwortlichen rechtfertigen ihre Abschiebepraxis in ein Kriegsland damit, dass es innerstaatliche Fluchtalternativen gäbe. Die Lage in Afghanistan ist aber tatsächlich katastrophal: Alleine im November 2016 gab es 5 große Anschläge mit über 50 Toten und unzähligen Verletzten. Zudem gibt es in Afghanistan bereits jetzt mehr als eine Millionen Binnenflüchtlinge, die unzureichend oder gar nicht versorgt und geschützt werden können.
Gegen diese Abschiebepolitik müssen wir kämpfen! Wir wollen keine Abschiebungen, nicht nach Afghanistan, nirgendwo hin! Wir solidarisieren uns mit allen Menschen, die für Bleiberecht einstehen und sich gegen Abschiebungen einsetzen! Schluss mit Abschiebungen – JETZT!
Daher rufen Jugendliche ohne Grenzen und die Karawane München zu einer Demonstration in München auf, um ein Zeichen der Solidarität gegen Abschiebungen nach Afghanistan zu setzen und der bayerischen Landesregierung zu zeigen, dass wir ihre Abschiebepolitik unerträglich finden.

Samstag / 21.01.2017 / 13:00/ Stachus, München

Link zur  Veranstaltung.

دیپورت به افغانستان

دولت آلمان اخراج اجباری مهاجران افغان به افغانستان را شدت بخشیده است. در روز شنبه تاریخ ۱۴ جنیوری از فرودگاه فرانکفورت ۳۴ نفر به افغانستان دیپورت شدند.

هم اکنون شما و تمامی مهاجران افغان دیگر به یک تظاهرات کاملا قانونی و بدون خشونت دعوت شده اید تا مخالفت خود را با این تصمیم نادرست اعلام نماید.

امید است که ما را در روز برفی در تظاهرات همیار باشد تا دیپورتی ها را به افغانستان متوقف بتوانیم.

با احترام حمایت کنندگاتان و مدد کاران اجتماعی

قرار ما:

 مکان: اشتاخوس , مونشن
راس ساعت: ۱۳:۰۰
تاریخ: روز شنبه .۲۱.۰۱

Ort: München, Stachus
Datum: Samstag, 21.01.
Uhrzeit: 13:00

 

Gerichtsprozess gegen Stop-Deportation-Aktivist*innen morgen entfällt!

Kurzfristig hat uns die Nachricht erreicht, dass der morgige Gerichtsprozess am Amtsgericht München entfällt. Die Verhandlung gegen drei Anti-Abschiebungsaktivist*innen war für den 19. Januar 2017 angesetzt. Nun verschiebt sich der Termin, da der Richter erkrankt ist. Ein neuer Prozesstermin ist noch nicht bekannt.

Drei Aktivist*innen sind wegen einer Soli-Aktion im Kontext von dem Hungerstreik im Abschiebeknast Mühldorf im Februar 2016 (siehe Protestchronik) angeklagt. Sie ketteten sich damals an den Haupteingang der Münchner Ausländerbehörde, um so den Fokus von Politik und Medien auf den Protest der Gefangenen zu lenken.

Folgt uns auf Twitter und Facebook, dort werden wir über den neuen Termin informieren.

Pressemitteilung: Do, 19.01.2017/ Amtsgericht München / Gerichtsprozess aufgrund von Solidaritätsaktion für Hungerstreik im Abschiebegefängnis Mühldorf

Drei Anti-Abschiebungs-AktivistInnen ketteten sich am 26. Februar 2016 am Haupteingang des Kreisverwaltungsreferates (KVR), der Münchner Ausländerbehörde an, um den Hungerstreik der Insassen der Abschiebehaftanstalt Mühldorf am Inn zu unterstützen. Am 19. Januar 2017 sitzen sie ab 14:00 Uhr im Saal A127 auf der Anklagebank des Amtsgerichts (Nymphenburgerstr. 16, München). Ihnen wird versuchte Nötigung und Vermummung vorgeworfen. Die Angeklagten werden in ihrer Prozesserklärung verlauten:

„Die Bundesrepublik Deutschland hat die Internationale Menschenrechtskonvention ratifiziert. Dennoch wird Artikel 14, das Recht auf Asyl, hier mit Füßen getreten.“ „Wir wollten [mit unserer Aktion] die Aufmerksamkeit von Politik und Medien auf den Hungerstreik im Abschiebegefängnis lenken und uns mit den Streikenden solidarisieren.“
Alle Protestierenden wurden damals gegen ihren Willen abgeschoben – trotz Vaterschaft, fachpsychologischer Gutachten, Suizidversuchen, Krieg in den Herkunftsländern.

Zaki K. war einer von ihnen: Am Montag, den 14. März 2016, wurde er nach sechs Wochen Haft und drei Wochen Hungerstreik nach Afghanistan abgeschoben. Obwohl er seit drei Jahren versuchte, seine Verlobte, eine norwegische Staatsbürgerin, zu heiraten. Er ist Vater von zwei Kindern, die in Norwegen leben.
Zaki K.:  „So, ich will es den Menschen sagen, was hier in Deutschland passiert und was die dort mit uns machen. Menschen verbrennen sich selbst in den Abschiebeknästen. Sie erhängen sich selbst, sie schneiden sich selbst. Ich werde mich immer daran erinnern, was in der JVA Mühldorf geschah.“

Wir laden Sie ein, aus dieser Pressemitteilung zu zitieren, zu dem Gerichtsprozess zu kommen und zu dem Info-Stand zum Abschiebe- und Asylsystem in Deutschland, mit dem wir am Donnerstag 19. Januar 2017 von 12:00 bis 14:00 Uhr  vor dem Amtsgericht in der Nymphenburgerstr. 16 präsent sein werden.
Wir bedanken uns für Ihre Berichterstattung.