Massive police violence during a raid in Deggendorf and Hengersberg on 14/05/18: The view of the inhabitants

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Series of massive police violence: After Ellwangen and Donauwörth, two major police operations took place in Deggendorf and Hengersberg in one week. Already on Monday, 14.05.2018 police carried out a major operation in the deportation camp in Deggendorf and the reception centre in Hengersberg.

More than 200 officers combat dress and with police dogs stormed the accommodations around three o’clock in the morning. The declared aim was to intimidate the refugees in order to avoid future solidarity of the inhabitants during deportations. In addition, ten people were to be deported: A family of two children, four men, a woman seven months pregnant and her son. The 21-year-old woman was tied up, separated from her four-year-old child by force and taken into deportation custody. Another person injured themselves for fear of deportation and had to be admitted to the district hospital. Two people were not found despite the search of the entire building. Another person stopped her deportation at the last moment at the airport. Continue reading “Massive police violence during a raid in Deggendorf and Hengersberg on 14/05/18: The view of the inhabitants”

Massive Polizeigewalt bei überfallartigem Einsatz in Deggendorf und Hengersberg am 14/05/18: Die Sicht der Betroffenen

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Serie massiver Polizeigewalt: Nach Ellwangen und Donauwörth kam es in Deggendorf und Hengersberg zu zwei Polizei-Großeinsätzen in einer Woche. Bereits am Montag, den 14.05.2018 führte die Polizei einen Großeinsatz im Abschiebelager in Deggendorf und der Geflüchtetenunterkunft in Hengersberg durch.

Über 200 Beamt*innen stürmten in Kampfmontur und mit Polizeihunden gegen drei Uhr morgens die Unterkünfte. Erklärtes Ziel war die Einschüchterung der Geflüchteten, um künftige Solidarisierungen der Bewohnenden bei Abschiebungen zu vermeiden. Zudem sollten zehn Personen abgeschoben werden: Eine Familie mit zwei Kindern, vier Männer, eine im siebten Monat schwangere Frau und ihr Sohn. Die 21-jährige Frau wurde gefesselt, unter Gewaltanwendung von ihrem vierjährigen Kind getrennt und in Abschiebehaft genommen. Eine andere Person verletzte sich aus Angst vor ihrer Abschiebung selbst und musste ins Bezirkskrankenhaus eingeliefert werden. Zwei Personen wurden trotz der Durchsuchung des gesamten Gebäudes nicht angetroffen. Eine weitere Person stoppte ihre Abschiebung im letzten Moment am Flughafen.  Continue reading “Massive Polizeigewalt bei überfallartigem Einsatz in Deggendorf und Hengersberg am 14/05/18: Die Sicht der Betroffenen”

Schluss mit der Kriminalisierung von Geflüchteten – solidarischer Gerichtsbesuch, 27.03, Bamberg

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Wieder werden Menschen fernab der Öffentlichkeit in isolierten Lagern kriminalisiert. Diesesmal mittels der konstruierten Anklage der gefährlichen Körperverletzung, obwohl Misshandlungen seitens der Securities des bamberger Abschieblagers (AEO) vorliegen. Dies gilt es zu druchbrechen! Daher rufen wir auf zum solidarischen Besuch der Gerichtsverhandlung am 27.3.2018 am Amtsgericht Bamberg.

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Statement on police brutality in the reception center in Donauwörth on 14th of March

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On Wednesday, 14th of March, police forces showed extreme brutality towards the inhabitants of the reception center and arrested at least 29 persons. This happened after a legitimate protest against an attempted deportation. The location of those who were arrested is still unclear. There was no violence against humans on the side of the refugees. The charges of “breach of peace” and “grievous bodily harm” are utterly unfounded and constructed and will need independent evidence.

Refugees and human rights organisations have been criticising the inhuman living conditions in the reception centre (EA) in Donauwörth for months. The minister of the interior, Herrmann, used the false accusations against refugees spread by police as a pretext to personally travel to Donauwörth on Friday to continue his electoral campaign with right wing demands such as more police and more deportations.

The refugees in the EA of Donauwörth have released a statement (see below), in which they reject the unfounded accusations against them, demand the release of the prisoners, the recognition of their asylum applications, working permits and protection from the police.

Antiracist innitiatives and human rights organisations are stating their solidarity with those involved and with their demands. In addition to this, these groups demand the dismissal of the social workers who have violated their mandate towards the refugees in the EA.

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Stellungnahme zur Polizeigewalt in der Erstaufnahmeeinrichtung in Donauwörth am 14. März 2018

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Am Mittwoch, den 14. März, kam es zu massiver Polizeigewalt und mindestens 29 Inhaftierungen infolge legitimer Proteste gegen eine versuchte Abschiebung. Noch immer ist der Verbleib der Festgenommenen unbekannt. Von Seiten der Geflücheteten ging keine Gewalt gegen Personen aus. Die Vorwürfe wie Landfriedensbruch und gefährliche Körperverletzung sind konstruiert und bedürfen einer unabhängigen Aufklärung.

Seit Monaten kritisieren Geflüchtete und Menschenrechtsverbände die unmenschlichen Lebensbedingungen in der Erstaufnahmeeinrichtung (EA) Donauwörth. Innenminister Herrmann nutzte von der Polizei verbreitete falsche Anschuldigungen gegen die Geflüchteten, um am Freitag persönlich nach Donauwörth zu reisen und dort seinen Wahlkampf weiter mit rechten Forderungen nach mehr Polizei und Abschiebungen anzuheizen.

Die Geflüchteten aus der EA in Donauwörth verfassten eine Stellungnahme (vgl. unten), in welcher sie die haltlosen Beschuldigungen entkräften und zurückweisen, die Freilassung der Gefangenen fordern, sowie Anerkennung der Asylanträge, Arbeitserlaubnis und Schutz vor der Polizei.

Antirassistische Initiativen sowie Menschenrechtsorganisationen solidarisieren sich mit den Betroffenen und ihren Forderungen und fordern darüber hinaus die Kündigung der SozialarbeiterInnen, welche ihr Mandat gegenüber den BewohnerInnen der EA verletzten.

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From the perspective of the residents

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Below, you see a medical certificate and a video statement concerning the events of the 14th of March 2018 in Donauwörth. To protect the identity of those concerned, the voices are distorted and the faces are covered.

Anamnesis:

The patient originates from Gambia and is residing in asylum seeker housing. For reasons unknown to him, police suddenly appeared there, while he was merely wanting to leave the building. During the police procedure, he says the police suddenly drew out pepper spray which they sprayed in his eyes, causing him to feel faint and hindering his breathing. The patient is visibly intimidated and is shaking all over.

Diagnosis:

Hyperventilation after police procedure using pepper spray

Stinging eyes and throat after use of pepper spray

Dizziness eases gradually

Therapies:

The patient was innitially intimidated and hyperventilating but without any pathology. The dizziness, as well as the stinging in throat and eyes ceased of its own accord. The patient was discharged to your care in improved condition.

Versuch der Zerschlagung der Proteste in Donauwörth

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Am frühen Morgen des 14. März 2018 wurde in der Erstaufnahmeeinrichtung (EA) in Donauwörth erfolgreich eine Abschiebung verhindert. Anschließend wurde am Nachmittag ein großer Polizeieinsatz durchgeführt. 29 Menschen wurden inhaftiert und über Nacht in Gewahrsam gehalten. Ein Mensch befindet sich in U-Haft. Mehrere, nach aktuellem Informationsstand, in Abschiebehaft. Eine Person ist seit einer Stunde frei und berichtet von ihrer erkennungsdienstlichen Behandlung (Fingerabdrücke, DNA-Entnahme, Photographien) sowie dem Transfer in ein anderes, für sie neues Lager. Die Anklage lautet Landfriedensbruch. Ein Vorwurf, der zur Kriminalisierung von Protesten dient sowie Zwangs-Transfers, die den Zweck der Zerschlagung der 500-Personen-starken Proteste in der EA Donauwörth haben.

Selbige Strategie der Inhaftierung wurde auch im Sommer 2017 verwendet, als Bewohner des Lagers in Memmingen gegen die Zustände im Lager sowie die rassistischen Securities rebellierten. 4 Menschen wurden wegen u.a. Landfriedensbruch inhaftiert, 2 sitzen noch immer.

Innenminister Herrmann bezieht Stellung zu der verhinderten Abschiebung in Donauwörth. Er fordert eine schnelle Abschiebung. Hierbei werden die Proteste zu Gewaltausschreitungen umgedichtet. Tatsächlich zeigten die Bewohner*innen der EA Zivilcourage, indem sie durch ihre Präsenz die Abschiebung ihres Freundes verhindern konnten. Hierbei wurden sie mit Hunden bedroht, mit Pfefferspray besprüht und erlitten andere körperliche Gewalt seitens der passiv und aktiv bewaffneten Bereitschaftspolizei. Da es kein Fehlverhalten seitens der geflüchteten Aktivist*innen gab, konstruierte nun die Staatsgewalt den Vorwurf des Landfriedensbruches.

Video: Police at EA, 14.03

Video: Festnahme

Mehr Hintergrundinformationen: hier

Attempts to eliminate the protests in Donauwörth

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In the early hours of the morning on 14th of March 2018 a deportation was successfully prevented in the reception center in Donauwörth. That afternoon however, a large police operation took place. 29 people were arrested and taken into custody overnight. One person is currently on remand. Several, according to current information, are in deportation custody. One person was released an hour ago and reported that his finger prints, photoghraphs and DNA samples were taken. The accusation is of breach of peace. This is a charge that serves the criminalisation of uprisings as well as inducing forced transfers, which aim to destroy the 500 person strong protests in Donauwörth.

The same strategie of arrest was also used in the summer of 2017, when the residents of the camp in Memmingen revolted against the conditions in the camp as well as against the racist security personell. 4 people were imprisoned on charges of breach of peace, 2 of whom have still not been released.

Herrmann, the minister of the interior made a statement on the prevented deportation in Donauwörth. He construes the protests as violent excesses. In fact the residents of the reception center showed civil courage by preventing the deportation of their friend through their presence. In doing so they were threatened with dogs, subjected to pepper spray and suffered other forms of physical violence on the part of the passively and actively armed police. As there was no faulty conduct on the part of the activists, the procecution is now construing the charge of breach of peace.

Video: Police at EA, 14.03

Video: Festnahme

More backgroundinformation: hier

Mass detention after protest in Donauwörth on 14/03/2018

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In the early morning of March 14, 2018, a deportation was successfully prevented in the Donauwörth reception centre. Afterwards, a large police operation was carried out in the afternoon. Those residents who were in their rooms were locked in, both entrance and exit doors of the reception centre had been locked as well. Room searches and identity checks were carried out. 29 people were arrested. Continue reading “Mass detention after protest in Donauwörth on 14/03/2018”