Media reports about the hunger strike in Mühldorf (list not complete)

About the hunger strike
(started at 21.02.2016)
BR
Wochenblatt
Resistance of Refugees

About the fire
23.02.2016
Innsalzach
OVB Online

About the deportation of the hungerstriker Ahmed S.

24.02.2016
OVB Online
Refugee Struggle For Freedom

About the solidarity action
25.02.2016
Abendzeitung München
BR
TZ
Bild
Pressemitteilung

About the manifestation at the JVA Mühldorf

01.03.2016
Waffen der Kritik München
Wochenblatt

About the deportation of the hungerstriker Zaki

08.02.2016 und 14.03.2016
Gescheiterter Abschiebeversuch am 08.02.2016: – Not Safe
– Antirassistische Plattform München

Offener Brief: Zaki muss bleiben!

Abschiebung am 14.03.2016: Aufruf zum Fax- und Mailprotest bei Air India in Frankfurt gegen die Abschiebung am 14.03.2016

Zaki muss bleiben!

OFFENER BRIEF VON FREUND_INNEN UND UNTERSTÜTZER_INNEN: ZAKI MUSS BLEIBEN!

Zaki befindet sich seit 01.02.2016 in Abschiebehaft in der JVA Mühldorf am Inn. Seit dem 21.02.2016 befindet er sich nun im Hungerstreik – gegen seine lebensgefährliche Abschiebung nach Afghanistan. Er kämpft dafür, dass er endlich ein Leben in Sicherheit bei seiner Familie führen kann.
Zaki kam 2002 nach Europa. Seitdem haben ihm das europäische Grenzregime und die Bürokratie ein Leben in Sicherheit unmöglich gemacht. Weder in Deutschland, wo er Asyl beantragen musste, hat er ein Bleiberecht bekommen, noch in Norwegen, wo er mit seiner ehemaligen Lebenspartnerin zwei Kinder hat und auch seine aktuelle Verlobte lebt.

Zaki ist nicht vorbestraft, er ist integriert. So spricht er zahlreiche Sprachen darunter Norwegisch, Englisch, Deutsch. Er ist in Norwegen fest verwurzelt – seine Kinder und seine Verlobten verlieren einen wichtigen Menschen. „Sie zerstören die Zukunft meiner Kinder,“ sagt Zaki zu seiner Abschiebung.
Die Unsicherheit und der Kampf mit der Bürokratie um die Anerkennung seiner Ehe haben Zaki krank gemacht (hierüber liegt ein umfangreiches Gutachten vor!).

Nun befindet er sich in einem zähen Rechtsstreit mit dem Verwaltungsgericht. Dieses sieht ein Ehehindernis darin, dass Zaki seine ehemalige Lebenspartnerin in einem Interview als seine Frau bezeichnete. Und das, obwohl aus Zakis eigenen Aussagen und Dokumenten von norwegischen Ämtern hervorgeht, dass Zaki mit seiner ehemaligen Partnerin nie amtlich verheiratet war!

Unserer Ansicht liegt der Verhinderung der Eheschließung mit seiner neuen Partnerin der aktuelle politische Wille zugrunde, Abschiebungen nach Afghanistan über alle rechtlich gültigen Abschiebungshindernisse hinweg und auf Kosten von Menschenleben durchzuführen!
Wir bitten die verantwortlichen Behörden und den Petitionsausschuss des bayerischen Landtags: Geben Sie Zaki die Chance, in Europa zu bleiben und entlassen Sie ihn endlich aus der Haft!

Keine Abschiebungen nach Afghanistan und sonst wohin! Bleiberecht für Zaki!
Gezeichnet: Freundinnen und Freunde von Zaki